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Nvidia im Q3/2018: Schwache Geforces lassen Aktie einbrechen

Nvidia hat die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2018 veröffentlicht. Der Umsatz sieht mit 3,2 Milliarden US-Dollar per se gut aus und auch der Gewinn kann sich mit 1,2 Mrd. USD sehen lassen. Die Geforce-Grafikkarten hatten jedoch drei schwächelnde Monate und wegen des ausgestorbenen Mining-Hypes sind die Aussichten schlecht. Die Aktie ist um über 15 Prozent eingebrochen.

Vor drei Monaten prognostizierte Nvidia einen Umsatz von circa 3,25 Milliarden US-Dollar für das dritte Quartal 2018 – für den Chiphersteller übrigens das Q3 im Fiskaljahr 2019. Mit 3,181 Mrd. USD bei einem Gewinn von 1,23 Mrd. USD hat Nvidia das Ziel nur knapp verfehlt, trotzdem ist die Aktie nach der Bekanntgabe von rund 180 auf 150 Euro abgestürzt. Das liegt maßgeblich an der Geforce-Sparte mit den Grafikkarten für Endkunden, die schlechter als erwartet abschnitt und auch im jetzt laufenden vierten Quartal keine Bäume ausreißen soll.

Geforces verkauften sich schlechter als erwartet

Normalerweise stellen das dritte und vierte Quartal wegen der US-amerikanischen Holiday-Season und des westlichen Weihnachtsgeschäft die umsatzstärkste Zeit für Nvidia da. Dieses Jahr gingen die Verkäufe der Geforce-Grafikkarten jedoch zurück, der Umsatz sank von 1,805 Mrd. auf 1,764 Mrd. US-Dollar. Zum Vergleich: Letztes Jahr stieg der Umsatz durch die Endkundenmodelle im gleichen Zeitraum von 1,186 Mrd. auf 1,561 Mrd. USD, wobei dort noch der Mining-Boom rund um Krypto-Währungen wie Ethereum hineinspielte.

Apropos Krypto: Den Markt hat Nvidia offensichtlich falsch eingeschätzt. Der Hype ist bekanntlich schon im Frühling ausgestorben, die erhöhte Produktion ließ der Chiphersteller offenbar jedoch weiterlaufen, was zu hohen Lagerbeständen führte. Um den Zwischenhandel nicht zu überfluten, hat Nvidia jetzt Abschreibungen in Höhe von 57 Mio. USD vorgenommen. Die Marge sank deswegen von 63,3 auf 60,4 Prozent, liegt aber immer noch vor jener im Q3/2017 (59,5 %). Insgesamt habe der Umsatz im Gaming-Bereich hinter Nvidias Erwartungen gelegen. Die Grafikkartenpreise hätten sich langsamer normalisiert als erwartet, damit einhergehend sei das Verkaufsvolumen langsamer gestiegen als erwartet.

Nvidia: Umsätze nach Sparten

Nvidia: Umsätze nach Sparten Quelle: Nvidia

Verhaltene Aussichten für das vierte Quartal

Der Zwischenhandel soll sich derweil im laufenden vierten Quartal erholen. Um das zu gewährleisten, senkt Nvidia seine Verkäufe an den Zwischenhandel. Die Geforce GTX 1060 – laut eigenen Aussagen die meistverkaufte Grafikkarte der Welt – soll in den drei Monaten vorerst gar nicht mehr in die Kanäle geschickt werden. Aus diesem Grund ist Nvidias Aussicht verhalten: Im Q4/2018 sollen gerade einmal 2,7 Mrd. USD (+/- 2 %) umgesetzt werden – etwas weniger als vor einem Jahr. Solche Aussichten bleiben an der Börse nicht ohne Folgen.

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